Kreative Nacht in der Kellergasse

Zum dritten Mal beteiligte sich der Hollabrunner Kellergassenverein an der weinviertelweiten "Langen Nacht der Kellergasse" und veranstaltete am 11. Mai unter dem Motto "Kreative Kellergasse" ein vielfältiges Mitmach-Spektakel für Klein und Groß.

Den Anfang des Erlebnisparcours durch die Kellergasse machten das Mitmach-Theater Harlekin im Hauser Keller und Zauberkünstler Florian Graf im Sparkassenkeller, der mit den Kindern Luftballonfiguren gestaltete. Eine längst in Vergessenheit geratene Kunstform ließ Ingrid Faltynek im Kaim-Museumskeller mit ihrem Pimperletheater aufleben, auf dem Platz vor dem Keller von Alfred Pfeifer motivierten Monika Valdhaus und Doris Graf gekonnt die Kinder zum Mitsingen, während gleich nebenan Patricia Mantler-Stockinger und Ilse Sandmaier von der Galerie grenzART mit Jung und Junggeblieben kreative Farbdrucke anfertigten.

Hotspot der Veranstaltung war der Zehetplatz, wo auf der Open-Air-Bühne abwechselnd die "Köllamauna Unterstinkenbrunn", das Union Tanz Team und die Volkstanzgruppe Hollabrunn auftraten und das Publikum zum Mitmachen machen aufforderten. Im weiteren Verlauf der Kellergasse konnte man im Summerer-Keller mit einem Ensemble der Musikschule Sambarhythmen trommeln, mit ExpertInnen der HTL für Lebensmitteltechnologie Gewürzmischungen zusammenstellen und unter fachkundiger Anleitung von Mitarbeiterinnen des NÖ sozialpädagogischen Betreuungszentrums aus Zweigen Herzerln winden.

Eine Kunstausstellung von Kellerkatzen-Künstler Günter Stockinger im Halmschlag-Keller und eine Fotoausstellung des Fotoclubs Hollabrunn im benachbarten Leeb-Keller ergänzten das Programm der langen Nacht der Kellergassen. Für das leibliche Wohl der BesucherInnen sorgte der Kellergassenverein mit einer Weinkost im Keller von Johann Pfeifer und mit Heurigenbetrieb am Zehetplatz, bei dem das Team des Kellergassenvereins alle Hände voll zu tun hatte.

 

"Aufgrund der Umsätze am Getränke- und Essensstand müssen es etwa tausend BesucherInnen gewesen sein, die an diesem Abend in unsere Kellergasse gekommen sind", zieht Kellergassenobmann Manfred Breindl zufrieden Bilanz. "Dass so viele Familien mit Kindern und auch zahlreiche Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung die Veranstaltung besucht haben, zeigt, welch starke Anziehungskraft die Kellergasse auf Jung und Alt ausübt."

Hollabrunn ist Kellergassenhauptstadt

Im Rahmen der Abschlussarbeit seiner Ausbildung zum Kellergassenführer hat Kellergassenobmann Manfred Breindl sämtliche Kellergassen im Gemeindegebiet von Hollabrunn dokumentiert. "Mit 35 Kellergassen liegt Hollabrunn auf Platz eins im Weinviertel und damit wohl auch auf der ganzen Welt", resümiert der Autor.

Aktuelle Forschungen belegen, dass es im Weinviertel bei 550 Orten 1.100 Kellergassen gibt, im Durchschnitt also zwei pro Ortschaft. Ähnlich imposant ist auch die Zahl von 36.400 Kellern bei rund 350.000 Einwohnern im Weinviertel. Im Schnitt ist also jeder zehnte Weinviertler Eigentümer eines Kellers.

"Diese Zahlenspiele waren für mich der Impuls, die Kellergassen im Gemeindegebiet von Hollabrunn zu erkunden und zu beschreiben", erläutert Breindl. "Denn während die Geschichte der Stadt und aller Katastralgemeinden detailliert erforscht ist, gibt es bis dato keine zusammenfassende Darstellung des Kulturguts Kellergassen."

Das sind die 35 Hollabrunner Kellergassen: Altenmarkt im Thale (1), Aspersdorf (1), Breitenwaida (3: Goldgrübl, Bei der Kirche, Beim Saliger), Dietersdorf (1), Eggendorf im Thale (1), Enzersdorf im Thale (2: Kapellenberg, Schulweg), Groß (2: Fellabrunner Straße, Beim Friedhof), Hollabrunn (4: Gerichtsberg, Satzer, Sitzendorfer, Winzerweg), Kleedorf (1), Kleinkadolz (2: Obere Straße, Buchenweg), Kleinstelzendorf (2: Leitenweg, Kirchenweg), Kleinstetteldorf (1), Magersdorf (1), Mariathal (1), Oberfellabrunn (3: Nussbaum, Ora, Urbanus), Puch (1), Raschala (1), Sonnberg (3: Mühlberg, Satzingerkreuz, Rotes Kreuz), Suttenbrunn (1), Weyerburg (2: Schlossberg, Güterweg Unterort), Wieselsfeld (1). Mit drei Presshäusern hat lediglich Wolfsbrunn keine Kellergasse, weil für diese Bezeichnung mindestens sechs Objekte erforderlich sind.

Bislang galt Poysdorf mit 30 Kellergassen als größte Kellergassengemeinde. "Dass nun Hollabrunn diesen Rang einnimmt, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass unsere Gemeinde mit 22 Orten eine der flächenmäßig größten Österreichs ist", räumt der Autor ein. "Denn trotz der absolut höchsten Anzahl erreichen wir den weinviertelweiten Durchschnittswert von zwei Kellergassen pro Ort nicht."

Außer im Weinviertel finden sich Kellergassen noch in Teilen des Burgenlandes, im angrenzenden Südmähren und in der Ostslowakei sowie in den Weinbaugebieten Ungarns. Sie sind allesamt im Zuge der zunehmenden Verbäuerlichung des Weinbaus ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Gemeinden mit auch nur annähernd so vielen Kellergassen wie im Weinviertel sind in diesen Ländern nicht bekannt.

Die Dokumentation "Kellergassenhauptstadt Hollabrunn" steht hier zum Downoad bereit.

200 BesucherInnen am Schlankltag

Am Freitag, dem 29. Dezember lud der Kellergassenverein zum Eintauchen in die geheimnisvolle Unterwelt der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn und rief dazu einen "Schlankltag" aus - nach einem alten Brauch, wonach früher in den Tagen zwischen Weihnachten und Dreikönig die landwirtschaftliche Arbeit weitgehend ruhte und die Weinbauern in den Kellern zusammentrafen.

Etwa 200 BesucherInnen machten sich auf den Rundweg zu den elf offenen Kellern, tauchten dabei tief in die Hollabrunner Unterwelt ein und erkundeten die enorme Vielfalt der Kellerröhren in diesem Bereich. Nicht nur die heimische Bevölkerung, sondern auch zahlreiche BesucherInnen aus den angrenzenden Bezirken nützten diese Gelegenheit, um ein neues Stück Hollabrunn zu entdecken.

"Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die vielen anregenden Kellergespräche", zieht Kellergassenobmann Manfred Breindl zufrieden Bilanz. "Wir werden diesen Brauch auf jeden Fall weiter pflegen und wollen im nächsten Jahr einen anderen Abschnitt unserer Kellergasse von unten präsentieren."

Folgende Kellerbesitzer haben am 29. Dezember ihre Kellerröhren zugänglich gemacht: Heinz Peter Bauer, Manfred Breindl, Gerhard Dauböck, Manfred Erd, Franz Halmschlag, Georg Leeb, Johann Pfeifer, Reinhold Rieger, Erich Ruff, Klaus Schörg und Peter Zimmermann.

Schlankltag 29. Dezember

Am Freitag, dem 29. Dezember lädt der Kellergassenverein ab 15:00 Uhr zum Eintauchen in die geheimnisvolle Unterwelt der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn. Elf Keller im Abschnitt zwischen Studentenheim und Zehetplatz sind an diesem Nachmittag geöffnet und bieten spannende Einblicke in interessante Kellerröhren.

Damit wird der alte Brauch der Schlankltage zwischen Weihnachten und Dreikönig aufgegriffen, an denen Knechte und Mägde frei hatten und die Weinbauern in den Kellern zusammenkamen, um den neuen Wein zu verkosten und das alte Jahr gebührend zu verabschieden.

Folgende Kellerbesitzer machen am 29. Dezember ab 15:00 Uhr ihre Kellerröhren zugänglich (in der empfohlenen Reihenfolge):

Manfred Erd

Klaus Schörg

Manfred Breindl

Franz Halmschlag

Georg Leeb

Heinz Peter Bauer

Peter Zimmermann

Gerhard Dauböck

Erich Ruff (ehem. Ferstl-Keller)

Reinhold Rieger (ehem. Pfarrkeller)

Johann Pfeifer

In diesem Keller lädt der Kellergassenverein zu Weinverkostung und kleinem Imbiss.

Kellerkatzenfass fasst 2025 Liter

Am Freitag, dem 1. Dezember wurde das Geheimnis gelüftet und der Sieger des Schätzspiels ermittelt. Die von Künstler Günter Stockinger zur Verfügung gestellte Original Weinviertler Kellerkatze geht an Friedrich Heindl aus Gross, der den Fassinhalt auf fünf Liter genau geschätzt hat.

Im Beisein von LAbg. Bgm. Richard Hogl, Vizebürgermeister Ing. Alfred Babinsky, zahlreichen Stadt- und Gemeinderäten sowie Vorstands- und Beiratsmitgliedern des Kellergassenvereins öffnete Bezirkshauptmann Mag. Andreas Strobl das Kuvert mit der Bestätigung von Bindermeister Franz Schrimpl, wonach der Fassinhalt 2.025 Liter beträgt. 170 Schätzungen waren abgegeben worden, mit 2.020 Litern kam Friedrich Heindl der richtigen Lösung am nächsten.

Auf diesem Fass mitten am Hauptplatz thront nun artgerecht die große Kellerkatzenskulptur von Günter Stockinger. Sie verweist auf den Themenweg "Auf den Spuren der Kellerkatze" in der Sitzendorfer Kellergasse, orange aufgemalte Katzentatzen auf den Gehsteigen markieren den Weg dorthin.

Kultur und Kino im Keller

400 Besucher in der Kellergasse

Musik und Kleinkunst auf höchstem Niveau, eine lustige Schnitzeljagd für Kinder und ein filmischer Leckerbissen von Ferry Seher standen von 7. bis 11. September in der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn auf dem Programm. Die Veranstaltungsreihe „Kultur und Kino im Keller“ fand heuer bereits zum achten Mal statt und bot erneut eine perfekte Kombination von anspruchsvoller Unterhaltung, gepflegter Kulinarik und stimmungsvollem Ambiente.

 

mehr...

Kulinarisches Klangerlebnis in der Kellergasse

Unter dem Motto „KellerKatzenPlatzMusik“ lud der Verein zur Förderung der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn am 7. und 8. Juli zum Sommerheurigen mit feinem Musikprogramm.

 

Am Freitag unterhielt eine extra für diesen Anlass aus bekannten heimischen Musikern zusammengestellte Jazzcombo mit klassischen Jazzstandards und flottem Swing, während am Samstag die „Tanzlmusi“ der Stadtmusik Hollabrunn aufspielte und das Publikum mit ursprünglicher Volksmusik erfreute.

 

Zahlreiche Gäste genossen am Zehetplatz in der stimmungsvollen Atmosphäre lauer – am Samstag kurz von einem Platzregen getrübter – Sommerabende Klangerlebnisse auf hohem Niveau, das Organisationsteam des Kellergassenvereines besorgte den Heurigenbetrieb mit Hollabrunner Weinen und schmackhaften Broten.

 

Unter den Besuchern waren auch Vizebürgermeister Ing. Alfred Babinsky und der Vizepräsident des Obersten Gerichtshofes, Prof. Dr. Anton Spenling – beide Kellerbesitzer und Mitglieder des Kellergassenvereins.

Magische Nacht in der Kellergasse

Nach dem fulminanten Erfolg der "Sagenhaften Kellergasse" im Vorjahr beteiligte sich der Kellergassenverein auch heuer an der weinviertelweiten "Langen Nacht der Kellergasse" und veranstaltete am 26.Mai unter dem Motto "Zauberhafte Kellergasse" ein magisches Spektakel der Sonderklasse.

 

In elf Kellern und auf dem Zehetplatz präsentierten zwölf Mitglieder der Zaubergilde "Die Magische Zehn" ihre verblüffenden Tricks. "Hexen" des Kneipp Aktiv Clubs Hollabrunn begrüßten die Besucher mit mystischen Klängen und qualmendem Rauch, an einer Station wurde geheimnisvoller Zaubertrank verabreicht, und in einem Keller zeigte Günter Stockinger Bilder und Kellerkatzenskulpturen.

 

Die Zauberkeller wurden von hunderten Kindern und Erwachsenen regelrecht gestürmt, jeder Magier verstand es auf seine persönliche Art, die Gäste in seinen Bann zu ziehen, und bot Zauberkunst auf allerhöchstem Niveau. Leuchtende Kinderaugen, staunende Erwachsene und frenetischer Beifall waren die Ingredienzen einer einzigartigen magischen Nacht.

 

Auf den großen Publikumsandrang war der Kellergassenverein heuer bestens vorbereitet und zog am Zehetplatz einen klassischen Heurigenbetrieb auf mit heimischen Weinen und schmackhaften Broten. In der lauen Sommernacht unterhielten sich bei feinen musikalischen Klängen von Pepi Woller auch zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens prächtig, unter ihnen LAbg. Bgm. Richard Hogl sowie Bürgermeister Erwin Bernreiter und zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte.

 

"Noch nie konnte man so vielfältige Zauberdarbietungen in einem solch einmaligen Ambiente genießen wie an diesem Abend", freut sich Kellergassenobmann Manfred Breindl über die perfekte Zusammenarbeit mit den "Magischen Zehn". "Dass so viele Familien mit Kindern und auch zahlreiche Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung die Veranstaltung besucht haben, zeigt, welch zauberhafte Anziehungskraft die Kellergasse auf Jung und Alt ausübt."

Verein zur Förderung der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn

Plan & Kontakt  |  Impressum  |  ZVR 373338488