Verein zur Förderung der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn

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Kulturgenuss vom Feinsten stand von 9. bis 12. September in der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn auf dem Programm. Die Veranstaltungsreihe „Kultur und Kino im Keller“ fand heuer bereits zum siebenten Mal statt und bot erneut eine stimmige Kombination von anspruchsvoller Unterhaltung und gepflegter Kulinarik.

 

Den Auftakt setzte das Ensemble „Die Hecknklescha“, die unter dem Motto „In 80 Takten um die Welt – und ochtlweis‘ durch die Köllarean“ eine virtuose Reise durch die internationale Folk Music – mit Original Weinviertler Einsprengseln – unternahmen.

 

Zu einem würdigen künstlerischen Memento an den heuer so plötzlich verstorbenen Hollabrunner Sänger geriet das Konzert „In memoriam Erich Wessner“ mit den Malat-Schrammeln am Samstag. Der Doyen der Wiener Musik, Prof. Rudolf Malat, bettete in das Programm behutsam gefühlvolle Abschiedsmelodien und eine Tonaufnahme von Erich Wessner ein. Gekonnt vorgetragene eigene (überwiegend Mundart-)Texte des aus Wullersdorf stammenden Autors Günter Brauneis sorgten für die Auflockerung des Abends.

 

Der Sonntagnachmittag war wie in den vergangenen Jahren den Kindern gewidmet. Heuer begeisterte der Hollabrunner Zauberkünstler Florian Graf sein junges Publikum mit zahlreichen verblüffenden Tricks und einer perfekten Show, die er mit lustigen Luftballonfiguren für alle Kleinen abschloss.

 

Im bis auf den letzten Platz besetzten Breindl-Keller flimmerten am Montag, dem 12. September zwei Klassiker des legendären heimischen Film-Staatsmeisters Ferry Seher über die Leinwand. In „Populus Hollabrunnensis“ gab es ein Wiedersehen mit Hollabrunner Originalen und der damals jungen 1968er-Generation, im Anschluss wurde aus dem Blickwinkel des bereits verstorbenen Dachdeckermeisters Walter Muck der Streifen „Blick von oben“ gezeigt.

 

Den fulminanten Abschluss der Veranstaltungsreihe bot am Dienstag im ebenfalls ausverkauften Keller der Auftritt des bekannten Weinviertler Autors Martin Neid, der in seiner unnachahmlichen Art „Jüdischen Witz und Weinviertler Melancholie – und umgekehrt“ vortrug. Für die stimmige musikalische Umrahmung sorgten Martina Meisl am Cello und Alexander Blach am Piano.

 

Vor und nach den Veranstaltungen reichte der Kellergassenverein im Keller von Weinbau- und Kellermeister Johann Pfeifer dessen Eigenbauweine sowie herzhafte Schmankerln im Kellerkatzen-Look. „Einmal mehr hat sich das einmalige Ambiente als Schauplatz eines stimmungsvollen Kulturprogramms bestens bewährt“, resümiert Vereinsobmann Manfred Breindl. „Die Kellergasse hat sich in den letzten Jahren zu einem touristischen und kulturellen Anziehungspunkt entwickelt.“

Feines Programm in

perfektem Ambiente

Programm

Fr, 9. September: Die Hecknklescha

Sa, 10. September: Trio Malat-Hirschfeld, Günter Brauneis

So, 11. September: Zauberkünstler Florian

Mo, 12. September: Kino Populus Hollabrunnensis

Di, 13. September: Jüdischer Witz und Weinviertler Melancholie

Kultur und Kino 2016

Die Hecknklescha in voller Fahrt durch die Welt der Musik. V. l. Adula Ibn Quadr, Peter Mehling, Stefan Brodsky, Peter Stix

„In memoriam Erich Wessner“ spielten, sangen und lasen (v. l.) Prof. Paul Fiedls, Prof. Rudolf Malat, Prof. Peter Hirschfeld und Günter Brauneis

Zauberkünstler Florian Graf begeisterte Groß und Klein mit verblüffenden Tricks.

Martina Maisl, Alexander Blach und Martin Neid (v. l.) beim fulminanten Abschlussabend der diesjährigen Veranstaltungsreihe.