Verein zur Förderung der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn

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Musik und Kleinkunst auf höchstem Niveau, eine lustige Schnitzeljagd für Kinder und ein filmischer Leckerbissen von Ferry Seher standen von 7. bis 11. September in der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn auf dem Programm. Die Veranstaltungsreihe „Kultur und Kino im Keller“ fand heuer bereits zum achten Mal statt und bot erneut eine perfekte Kombination von anspruchsvoller Unterhaltung, gepflegter Kulinarik und stimmungsvollem Ambiente.

 

Den spektakulären Auftakt setzte das Duo „Die Mondscheinbrüder“. Walter Czipke auf dem Akkordeon und Burgschauspieler Robert Reinagl als Sänger und Darsteller von Liedern und Anekdoten rund um den Wein lieferten eine heitere Hommage an die gleichnamige legendäre Hollabrunner Männerrunde, die auch zahlreiche Angehörige der Hollabrunner Mondscheinbrüder begeisterte.

 

Mit Ludwig Müller gastierte am Freitag der Präsident des Vereins der Freunde des Schüttelreims und ein glänzender Wortakrobat nach 2004 neuerlich im Breindl-Keller. Unter dem Motto „Witz ins Dunkel“ griff er in die reich gefüllte Schatzkiste seines 20-jährigen Kabarettschaffens und strapazierte die Lachmuskeln des Publikums aufs Äußerste.

 

Den schon traditionellen jüdischen Kulturabend im Rahmen dieser Veranstaltungsserie bestritten am Samstag Akkordeon-Virtuose Krzysztof Dobrek und Ausnahme-Klarinettist Horst Hausleitner sowie der Hollabrunner Autor Siegfried Csukobits. Auf dem Programm standen traditionelle Klezmerklänge auf allerhöchstem Niveau sowie Anekdoten und Witze aus dem weiten Feld des jüdischen Humors.

 

Der Sonntagnachmittag war wie in den vergangenen Jahren den Kindern gewidmet. Heuer organisierte der Kellergassenverein eine Schnitzeljagd „Auf den Spuren der Kellerkatze“ mit spannenden Fragenund lustigen Aufgaben, die von den 70 teilnehmenden Kindern – altersbedingt manchmal mit Unterstützung ihrer Eltern – souverän gelöst wurden.

 

Im bis auf den letzten Platz besetzten Breindl-Keller flimmerte am Montag, dem 11. September die letzte Produktion aus dem jahrzehntelangen Schaffen des legendären heimischen Film-Staatsmeisters Ferry Seher über die Leinwand. Der Streifen „Vom Flüchtlingslager bis zur Gartenstadt“ bot interessante Einblicke in einen wichtigen Abschnitt Hollabrunner Zeitgeschichte.

 

Vor und nach den Veranstaltungen reichte der Kellergassenverein im Keller von Weinbau- und Kellermeister Johann Pfeifer dessen Eigenbauweine sowie herzhafte Schmankerln im Kellerkatzen-Look. „Einmal mehr hat sich das einmalige Ambiente als Schauplatz eines stimmungsvollen Kulturprogramms bestens bewährt“, resümiert Vereinsobmann Manfred Breindl. „Die Kellergasse hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen touristischen und kulturellen Anziehungspunkt entwickelt.“

400 Besucher in

der Kellergasse

Kultur und Kino im Keller 2017